20 Juli, 2009 11:17
Organisation im Alltag (Pinwand, Desktopkalender, Outlook und co.)
Geschrieben von humanity in [Ausbildung, Beruf, Karriere][0 Kommentare] | [0 Trackbacks]
Vor etwas längerer Zeit schrieb ich ja zwei Artikel zum Thema Eigenentwicklung in die richtige Richtung: "Das Paretoprinzip - 80/20-Regel" und zum Zeitmanagement: "Zeitmanagement nach der Eisenhower-Methode".
Neben der grundsächlichen Entwicklung in die richtige Richtung und auch einer richtigen Einteilung nach Wichtigkeit, gibt es auch den alltäglichen Ablauf, der, wenn er optimiert ist, einem viel Zeit erspart und auf Wochen, Monate und Jahre aufsummiert einen viel voran bringt.
Organisation im Alltag bringt die besten Erfolge
Man nimmt sich z.B. vor, dass man eine Fremdsprache lernt. Eine halbe Stunde am Tag, das konsequent umgesetzt mit Vokabeltraining, Sprachtraining, Übungen und Lesen, wenn man das nun 1 Jahr lang durchzieht, hat man nach 365 Tage = 182 Stunden Training (bei 1 h = 365 Stunden). Das ist nicht wenig. Macht man neben her vielleicht mal einen kleinen Kurs, eine Sprachreise, hat man womöglich gleich nach ein paar Jahren, die Sprache mehr oder weniger gut drauf und das nur nebenher. Womöglich auf dem Weg zur Schule, Arbeit, oder einfach am Abend. Man kommt drauf, dass man sich so alle paar Jahre, zusätzliche Qualifikationen verschafft.
(wichtig bei zunehmender Globalisierung -> EU)
Ich habe z.B. im letzten Jahr gelernt Webauftritte zu gestalten, porgrammieren und auch zu optimieren. Nach nur einem Jahr, kann ich php, html, css und das mysql. Sicherlich nicht auf höchstem programmiertechnischem Niveau, aber sicherlich genug, um mal Aufträge entgegen zu nehmen, websites zu betreuen und webauftrifte zu optimieren. Im selben Jahr lernte ich viel über Webprojekte, Webdesign, SEO und sammelte nicht wenige Erfahrungen im Web. Das alles ging neben her, neben einem 40 h (in der Regel wohl an die 55 h) Job + Familie (Geburt auch meiner kleinen Tocher, also Schwangerschaft und Baby waren auch im selben Jahr).
(zukunftsorientierte Branche mit hohem Wachstum, die noch jung ist und viele Möglichkeiten bietet)
Ein Jahr zuvor entwickelte sich bei mir beruflich mein Werdegang zum Verkäufer im Objekteinrichtungsbereich. Neben dem Job und der praktischen Anwendung, lernte ich nebenher zum Teil auch aus Büchern, weil die Schulungen intern einfach nur mies waren, wie man richtig gut verkaufen kann. Nach mehr als 2 Jahren Vertreter im Objekteinrichtungsbereich habe ich soviel dazu gelernt, dass ich nun behaupten kann, dass ich das Verkaufen intus habe. Lernen und Gedanken machen, war eben nur nebenbei und konsequent.
(eine immer vorhandene und notwendige Sparte für beinahe jeden Markt)
Ich habe auch nebenher, zum Teil auch noch in der Schulzeit z.B. AutoCAD und 3dsmax gelernt. Programme mit denen man 2D und 3D zeichnet. Auch andere Bildbearbeitungsprogramme habe ich mir einfach nebenbei beigebracht, learning by doing.
(AutoCAD ist z.B. eine fast sichere Chance sich einen Job zu holen, Bezahlung aber auch dementsprechend)
Das soll alles kein Selbstlob sein, versteht mich nicht falsch. Ich will nur aufzeigen, dass wenn man sich zu was dazusetzt und das konsequent durchzieht, man einfach nach einigen Jahren feststellt, man hat doch einiges gelernt. Vorallem, wenn man mal einen Lebenslauf schreibt, merkt man, dass dieser immer länger wird. (nicht aufgrund der wechselnden Firmen :P )
Wie organisiert man sich am besten?
Viele erfolgreiche (beruflich erfolgreiche) Menschen sagen, dass man sich immer überlegen soll, "was mach ich heute, wenn heute mein aller letzter Tag wäre?". Man soll also jeden Tag so nutzen, als wenns nich sicher wäre, was morgen passieren würde. Diese Grundeinstellung zum Leben, nicht nur zur Arbeit, bringt einen enorm voran. Man hat sich als Ziel gesetzt, ein Programm zu lernen. Z.B.: der sehr gute Umgang mit Microsoft Word.
Das ist ein schönes Vorhaben und sicherlich auch nützlich, dennoch ist das nur ein sehr weitgestricktes Ziel. Jetzt gilt es sich diese Zielsetzung aufzuteilen in kleinere "erreichbarere" Ziele, soweit, dass man sich sogar jeden Tag einplant. Das hat nichts mit sturerer oder strikter Organisation zu tun, denn diese verklemmt einen, sondern einfach mal damit, dass man in der Früh auf seinen Merkzettel schaut (wie auch immer der aussieht) und sich kurz ein paar Gedanken macht dazu. Das ist alles.
Diese Merkzettel, könnten sein:
- Eine Pinnwand beim PC, wo ein Aufgabenkalender zu sehen ist
- Ein Desktopkalender mit Aufgaben und Termine
- Eine auf dem Smartphone oder Netbook angezeigte tägliche Aufgabe
- Vielleicht so ein Abreisskalender, oder Tischkalender wo man sich die Aufgaben aufgeteilt hat
- etc.
Es geht nur darum, dass das Geschriebene einen nichts vergessen lässt und man auch leichter etwas macht. Plant immer Zeiträume ein, nicht Termine. Nicht einplanen um 9.00 Vokabeltraining sondern, von 9.00-10.00 Vokabeltraining. Immer einen Zeitraum verplanen. Termine könnten sich verschieben, man könnte aus versehen in dem vorherigen Zeitraum sich einen neuen Termin reinplanen, etc.
Deswegen überlegt man sich kurz, wie lange habe ich vor, wie lange kann ich heute das vorgehabte Ausüben und plant dieses ein. Neben den Vorhaben, soll man sich auch die Freizeit einplanen, die Pausen und die Erholungszeit. Diese sind für einen konsequenten Wachstum genauso wichtig.
Tipp: Je größer diese Pläne, Kalender, etc sind, ich meine vom Format her, desto besser wirken diese! (Größer als A4 ist sicherlich nicht verkehrt). Ebenso ist die Anwendung von Farben vom Vorteil.
Bei der vorherigen Firma, habe ich mir selber immer Wochenpläne erstellt, das habe ich auch damals dort eingeführt in der Firma. Dabei hat man einfach die komplette Arbeitszeit verplant mit Terminen, Bürozeit, etc. Somit wusste der Innendienst immer, wann ich da bin, oder weg bin im Außendienst. Die hatten jeden Montag in der Früh meinen Wochenplan in Ihrem E-mailpostfach und wussten immer genau, wann Sie mir Pläne, Kalkulationen etc. aushändigen müssen.
Motivation geht von alleine bei richtiger Organisation
Man kennt das auch, das viele dann sagen,... ich probiere es ständig, aber wenns dann soweit ist, habe einfach keine Lust mehr. Man kann das einfach umgehen, in dem man nicht denkt. :) Klingt komisch ich weiß, aber man muss nicht zu jeder Tätigkeit eine Emotion aufbauen, eine Motivation haben, oder einen Drang verspüren. Man tut´s einfach.
Wenn man nun sich was Größeres vornimmt, ist man nicht jeden Tag gut drauf, dann schaut man auf seine Liste, sieht was man tun muss und tut´s einfach. Je mehr man darüber nachdenkt, desto härter ist es sich für das "Ungewollte" zu motivieren. Einfach anfangen. Deswegen sind Listen, Kalender, etc. gut, weil man nicht selbst denken muss, "was muss ich nun tun?", sondern es steht da und man kann vollkommen emotionslos da hinschauen und mit dem "Abarbeiten" der Liste beginnen, was eine Gewohnheit mittlerweile geworden ist.
Wenn das so nicht geht, kann man sich das anschauen, was man bisher bereits erreicht hat. Das hilft auch. Wenn man sich ein größeres Vorhaben aufgeteilt hat in kleinere Stückchen, kann man später immer mal schauen, wie weit man schon ist und das motiviert auch. Je mehr von der Liste durchgestrichen ist, desto leichter fällt es einem sich zu motivieren.
Zusammenfassung:
Setzt euch Ziele und teilt euch diese Vorhaben auf, soweit, dass man diese in den täglichen Tagesablauf einplant. Organisiert den Tag so, dass Zeiträume eingeteilt sind, nicht Zeitpunkte (Termine). Macht für diese Vorhaben irgendwo, wo ihr täglich hinschaut ein Organisationsschema (Kalender, Wochenpläne, Tagespläne, Pinwände, etc.). Denkt immer daran, diese sind nur Hilfen, sie sind nicht dazu da, euer Leben zu beengen, oder in einem sturen System einzuteilen, sondern einfach nur zu helfen, sich zu motivieren oder bei fehlender Motivation diese zu umgehen. Sie dienen einen dazu, vergeudete Zeit zu sehen und nicht verwendete Zeit aufzudecken. Diese Art der Organisation aufgeteilt in kleine Stückchen zeigt nach längerer Anwendung große Erfolge.
Man hat de Kopf frei, weil man nicht immer daran denken muss und es wird für einen leichter zur Gewohnheit.
Tipp: Diese Art der Organisation kann man wunderbar mit dem Einsenhowerprinzip verbinden.
Weitere Artikel aus dieser Reihe:
- Zeiteinteilung nach der Eisenhower Methode
- Paretoprinzip (80-20 Regel) - In die richtige Richtung entwickeln
Bilder von RainerSturm, berwis, tommyS / pixelio.de
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